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[DEU]Review: ICS CXP-MARS PDW9 / ICS SIRIUS PDW9

Aktualisiert: Juli 22

Über ein halbes Jahr hat es gedauert, bis ich die ICS CXP-MARS PDW9 bzw. ICS SIRIUS PDW9 nach dem Preview endlich für ein Review in meinen Händen halte.


Die ICS CXP-MARS PDW9 bzw. ICS SIRIUS PDW9 ist in Deutschland bei Begadi verfügbar und vorweg vielen Dank an ICS Airsoft und Begadi für die Unterstützung und Bereitstellung für das Review.


Und noch ein Kommentar in eigener Sache - ich bin ICS Captain, jedoch beeinträchtigt das nicht meine ehrliche Meinung rund um Stärken oder Schwächen des Produkts. Auch ICS Airsoft fordert direktes Feedback zu Produkten ein, da nur so Verbesserungen erzielt werden können.


Info ENG: Here is an ENGLISH VERSION of the review.


Übersicht

Vorweg eine Übersicht der einzelnen Themenblöcke:

  • Hintergrund

  • Fakten

  • Unboxing

  • Erster Eindruck

  • Externals

  • Internals

  • Performance

  • Fazit

Hintergrund

Die PDW9 ist eine meiner absoluten Highlights in diesem Jahr und ich bin gespannt, ob sie die hohen Erwartungen erfüllen kann.

Mit einer Besonderheit kann die ICS CXP-MARS PDW9 in Deutschland gleich aufwarten. Sie ist bei Begadi Teil der sogenannten SIRIUS Serie, wodurch sie hier auch die offizielle Bezeichnung ICS SIRIUS PDW9 trägt. Modelle dieser Serie zeichnen sich durch technische Verbesserungen gegenüber der Standardversion aus. Dazu mehr, wenn es um die Technik geht.


Die Abkürzung PDW steht für "Personal Defense Weapon". Darunter fallen kompakte Waffen, die in der realen Welt vor allem zur Verteidigung genutzt werden, im Gegensatz zu einem klassischen Sturmgewehr.


Fakten

Zum Einstieg die wichtigsten Fakten von der Produktwebseite bei Begadi mit Ergänzungen von mir:

Modellbezeichnung: ICS SIRIUS PDW9 (= ICS CXP-MARS PWD9 mit techn. Upgrades)

System: S-AEG (= schiesst nur Semiauto, kein Fullauto)

Kaliber: 6mm

Material: Metall & hochwertiger Kunststoff

Magazin Kapazität:120 Schuss (MidCap)

Energie: ca. 1,0 Joule

Gesamtlänge: ca. 620 - 690mm (je nach Auszug des Stocks)

Lauflänge: 160mm (6,04mm)

Gearbox: Version 2 (ICS Split Gearbox mit Federschnellwechsel)

Gewicht ohne Magazin: 2661g

Gewicht mit Magazin: 2806g


Unboxing

Auspacken macht doch immer wieder Spaß.

Im Lieferumfang sind die folgenden Dinge enthalten:

  • ICS SIRIUS PDW9

  • MidCap Magazin 120rds

  • Reinigungsstab

  • Barrel Nut

  • Gebrauchsanleitung

  • Produktflyer

  • Messprotokoll vom Chrono


Erster Eindruck

Zwei Gedanken beim Auspacken: "What a beauty" und "Hui, wiegt gut was".


Tatsächlich sieht die PDW9 einfach verdammt gut aus. Ich bin ein großer Fan des Designs, das eine Kompaktheit und gewisse Aggressivität durch die Formgebung ausstrahlt. Dazu kommt ein makelloses schwarzes Finish, bei dem je nach Lichteinfall die Konturen noch einmal betont werden.

Das Gewicht hat mich überrascht, es ist aber nahe liegend, da fast alles aus Metall gefertigt ist. Sehr zufrieden bin ich auch mit den Spaltmaßen, die durch das Design der Split Gearbox möglich sind. Baubedingt ist durch die geteilte Gearbox ein Klappern zwischen Upper und Lower Receiver möglich. Dies ist bei meinem Modell kaum bemerkbar, da passt alles richtig gut.


Externals

Design

Da die PDW9 zur CXP-MARS Serie von ICS gehört, ist auch das Design daran angelehnt.


So kennt man schon die Formgebung des Handguards mit dem unterbrochenen Picatinny-Rail, was mit einer Länge von 6,5" dem der CXP-MARS SBR ähnelt. Ich habe in meiner Sammlung vor allem Waffen mit Keymod System und finde das M-LOK System eine willkommene Abwechslung. So bekommt das Handguard einen cleanen und modernen Look.

Die eigentliche Besonderheit ist natürlich das PDW typische 9mm Magazin. Als vor einiger Zeit der Trend mit den 9mm Magazinen in Langwaffen los ging, war ich von Beginn an ein großer Fan. Es hat mit den normalen M4s gebrochen, an denen sich einige schon satt gesehen haben und visuell neuen Schwung reingebracht.


Material und Finish

Die PDW9 ist fast komplett aus Metall gefertigt mit einem CNC gefrästem Handguard. Der Griff, Stock und die FlipUp Sights sind aus Nylon Fiber Kunststoff.

Wie schon beim ersten Eindruck erwähnt, möchte ich auf jeden Fall das Finish hervorheben. Das lässt die Waffe einfach nur edel wirken und hat je nach Lichteinfall einen ganz eigenen Glanz. Wie stark die Abnutzung ist, wird sich erst nach den ersten Spielen zeigen, aber das Material macht einen sehr guten Eindruck.

Das Modell ist nahezu komplett in schwarz gehalten. Nur die Führungsschienen vom PDW Style Stock sind in anthrazit abgesetzt. Und bei den Pins an der Motorplatte und am Batteriefach wurde ein silber glänzendes Material verwendet, was aber aufgrund der Pin-Größe kaum auffällt.


Für etwas "Blingbling" sorgt die matte goldene Bolt Plate. Wer meine HiCapa kennt, weiß, dass ich der Kombination von Schwarz und Gold durchaus etwas abgewinnen kann. Hier ist das dezent gehalten und setzt einen schönen Akzent.


Stock inkl. Batteriefach

Stock

Beginnen wir hinten beim Stock - der PDW Style Stock lässt sich in 3 Stufen verstellen. Er lässt sich über einen stabilen Hebel verschieben und rastet fest ein, so dass es kein Spiel und somit auch kein Klappern gibt.

Am Hebel zum Verstellen befindet sich eine weitere Sicherung, quasi ein Hebel im Hebel. Erst wenn man auch noch den kleinen Hebel betätigt, dann lässt sich der Stock ganz abziehen.

Die Schulterstütze ist auch aus Kunststoff und dadurch eher glatt. Ich bevorzuge da meist eine Gummierung, um ein rutschen an der Schulter und evtl. aufliegendem Gear zu vermeiden.


Batteriefach

Wenn man den Stock abzieht, dann hat man Zugriff auf die Buffer Tube und das darin integrierte Batteriefach. Ein Problem vieler PDWs ist das kleine Batteriefach, so dass man oft auf Verlängerungen aus dem 3D Drucker zurückgreifen muss. Dies ist hier nicht notwendig und auch nicht möglich, da das Fach in sich geschlossen ist.

Am besten funktioniert ein Single Stick Akku mit ca. 10,5 cm Länge. Begadi empfiehlt zur Waffe direkt mehrere Akkus, die auf der Produktseite der PDW9 verlinkt sind. Ich nutze den Lipo mit 1100 mAh. Falls ihr noch Akkus habt, dann benötigt ihr aufgrund des verbauten CORE-System von Begadi einen mit Dean-Stecker. Adapter werden aus Platzgründen eher nicht funktionieren.


Grip

Beim Grip gibt es eine Neuheit, der ich im Vorfeld weniger Beachtung geschenkt habe, sich aber äußerst positiv auf die Ergonomie auswirkt. ICS setzt hier einen 20° Vertical Pistol Grip ein. Dieser hat einen steileren Winkel als ein gewöhnlicher Griff, so dass man bequemer die Waffe enger am Körper führen kann. Das ist gerade für das Handgelenk verdammt angenehm und harmoniert einfach mit der Größe der Waffe.


Das Stippling auf dem Grip ist recht rau, was in Kombinationen mit Handschuhen für sehr guten Halt sorgt.


Rail und Handguard

Das Picatinny Rail wird am Handguard unterbrochen und ist dadurch zweigeteilt. Hinten hat es eine Länge von 200mm und bietet so genug Platz für die Optik eurer Wahl. Vorne hat es eine Länge von 55mm. Dort ist das Flip-up Sight drauf, was bei Bedarf einfach abgenommen werden kann, wenn ihr beispielsweise eine Scope Cam anbringen möchtet.


Ich mag die Unterbrechung am Handguard sehr. Zum einen sorgt es für den typisch futuristischen Look der MARS-Serie und zum anderen für einen sehr angenehmen halt.


Das CNC gefräste Handguard mit M-LOK System hat eine Länge von 6,5".


Flip-up Sights

Auf dem Picatinny Rail sind bereits zwei Flip-up Sights aus Kunststoff angebracht. Sie lassen sich einfach aufklappen und sind beide einstellbar. Die meisten werden ohnehin ein Red Dot drauf packen, aber falls ihr keins zur Hand habt, dann könnt ihr auch die Visierung nutzen.


Bedienelemente

Bedienelemente sollen vor allem funktional sein und hier hat ICS einen großartigen Job gemacht und zudem ein kleines Gimmick verbaut.


Fireselector

Der Fireselector ist beidseitig bedienbar, was sicherlich auch die Linkshänder freut. Aufgrund der rechtlichen Vorgaben in Deutschland sind nur die Einstellungen Safe - Semi - Semi möglich. Wie bei Waffen mit F gewohnt, gibt es kein Fullauto. Er ist gut erreichbar, lässt sich ohne viel Aufwand verstellen und rastet sauber ein.


Magazin-Release

Das Magazin könnt ihr auch beidseitig auswerfen. Auf der rechten Seite befindet sich ein extended Mag-Release und links müsst ihr den Gegenpart reindrücken. Hinzu kommt noch ein Auswurf auf der Unterseite am Magazinschacht, wie man es beispielsweise von der MP5 kennt.


Das ermöglicht einem je nach Situation oder Haltung einen sehr flexiblen Magazinwechsel.


Bolt Catch

Auf die goldene Bolt Plate bin ich schon eingegangen. In Verbindung damit hat ICS aber noch ein kleines Highlight verbaut. Und zwar bleibt die Bolt Plate beim Betätigen des Charging Handles zurückgezogen. Mit dem Bolt Release Button am Magazinschacht könnt ihr die Bold Plate und das Charging Handle wieder lösen, so dass es in die Ausgangsposition zurückschnellt.

Neben der kleinen Spielerei, die verdammt viel Spaß macht, habt ihr dadurch einen perfekten Zugriff auf die Einstellungen eures Hop-Ups.


Trigger

Der Standard-Trigger wurde von Begadi durch einen Retro Arms CNC Flat Trigger ausgetauscht. Ich mag den Look sehr und die kleine Spitze unten ist so nicht nur ein Designelement, gerade wenn man Handschuhe trägt, dann klebt der Finger förmlich am Trigger. Auf den Abzugsweg und die Reaktionsfreudigkeit gehe ich bei den Internals unter "Ansprechverhalten" genauer ein.


Silencer

Vorne im Handguard ist ein Schalldämpfer eingelassen. Er ist über ein 14mm CCW (Negativ) Gewinde mit dem Outer Barrel verschraubt. ICS hat die ihre Shadow Extension Tube mit einer Länge von 100mm und einem Durchmesser von 33mm verbaut. Ihr könnt anstelle des Silencers auch einen klassischen Flashhider oder Tracer anbringen. Beim Durchmesser würde ich bei den max. 33mm bleiben um Kratzer zu vermeiden.

Im Silencer befindet sich kein Füllmaterial, stattdessen stoßt ihr beim Aufschrauben der Verschlusskappe auf ein Plastikröhrchen. Der Durchmesser ist so gewählt, dass ein verlängerter Lauf durchgeführt werden kann.


Achtung: Beachtet bitte die jeweilige Rechtslage in eurem Land, falls ihr Anpassungen am (Innen)Lauf vornehmen möchtet!


Markings

Da die PDW9 keine Lizenzwaffe ist, gibt es auch keine Referenz bei den Markings.

Fangen wir vorne beim Schalldämpfer an, hier ist der Schriftzug "ICS Airsoft" mit einigen Ergänzungen zu finden. Je nachdem, wo man beim Schrauben des Schalldämpfers anfängt, kann das Marking auch mal auf dem Kopf stehen. Das wird den einen oder anderen nicht stören, führt bei mir aber zu kleineren Feinjustierungen, bis das passt.

Weiter geht es mit dem Handguard dort ist lediglich auf der linken Seite das Markenlogo von M-LOK zu finden.

Am Lower Receiver auf Höhe des Magazinschachts findet man Links eine Seriennummer. Ins Metall eingestanzt ist darüber 2-zeilig "M.A.R.S. PDW".

Auf der gegenüberliegenden rechten Seite steht der Schriftzug "SIRIUS" und darunter die Kaliberangabe und das F im Fünfeck.

Weitere Markenlogos sind dezent links auf dem Upper Receiver mit "CXP", auf dem Stock beidseitg "ICS CXP" und auf dem Griff mit "ICS Ergo Technology" eingelassen. Zudem sind noch auf dem Upper unter dem Feuerwahlhebel weitere Angaben von ICS aufgedruckt.


Magazin

Die PDW9 verwendet ein eigenes Magazin, das nicht zu anderen Herstellern kompatibel ist. Grundsätzlich gibt es HiCaps mit einem Füllvermögen von 330rds und MidCaps mit 120rds. Im Lieferumfang ist das MidCap enthalten.


Das MidCap Magazin ist transparent und so hat man einen schönen Blick auf die 9mm Patronen, um dem Ganzen etwas mehr Realismus zu verleihen. Im Spiel kann man durch die Transparenz sehr schnell den Füllstand des Magazins sehen, was ich wirklich praktisch finde.


Ersatzmagazine kosten bei Begadi 24,90 EUR (Stand Juli 2020) das Stück.

Meine Pouches sind alle von Templars Gear und die Magazine passen in eine Templars Gear Fast Magazine Machine Pistol Pouch. In die normalen M4 Fast Magazine Pouches passen sie auch, ist aber optisch nicht so schön, wie man auf dem Bild sehen kann. Allerdings erfüllen sie ihren Zweck, wenngleich die Gefahr größer ist, dass mal eins rausrutscht.


Internals

Split Gear Box

Selbstverständlich ist in der PDW9 auch eine Split Gear Box verbaut. Bedeutet der Upper und Lower Receiver sind getrennt. Durch Lösen des hinteren Pins kann man die Waffe einfach aufklappen und die Upper Gear Box rausnehmen. Das bietet den Vorteil, dass man sehr schnell Zugriff auf einige Internals hat, ohne aufwändig die ganze Gear Box auszubauen.


Upper Gear Box

Federschnellwechselsystem

Den besten Zugriff hat man natürlich auf die Upper Gear Box. So kann man mit wenigen Handgriffen einen schnellen Federwechsel vornehmen, da die PDW9 über ein Schnellwechselsystem verfügt. Hierfür einfach die Waffe durch Lösen des hinteren Pins aufklappen, die Upper Gear Box rausnehmen und dann hinten die Schraube öffnen. Durch das Loch kann man dann die Feder einfach tauschen.


Achtung: Bitte auch hier wieder die Rechtslage in eurem Land beachten!

Der verwendete Springuide ist aus Stahl mit einem Kugellager.


Cylinder und Cylinderhead

Die Internals werden viele ICS Nutzer bereits kennen. Es handelt sich dabei um den Standard, den man aus anderen CXP-Modellen kennt. Aus diesem Grund kann ich auch meine Langzeiterfahrungen teilen.


Der Cylinder macht seinen Job und ich habe ihn bei meiner UK1 nie getauscht. Anders sieht es beim Cylinderhead aus. Grundsätzlich könnt ihr ihn problemlos nutzen, bei richtiger Handhabung ist er dicht und funktioniert sehr gut in Kombination mit dem Nozzle. Das mit der Handhabung betone ich, da er sich beim Einbau bei mir im Cylinder auch schon leicht verschoben hat, was zu einem undichteren System führen kann. Da bevorzuge ich persönlich eine Ausführung mit 2 O-Ringen und im besten Fall mit einem vernünftigen Sorbopad. Dadurch wird euer System noch dichter und beim Schießen auch etwas leiser, wenn der Piston auftrifft.

Piston und Pistonhead

Der Vollzahn Piston hat insgesamt 14 Zähne. Er ist aus Kunststoff gefertigt und die ersten 8 Zähne sind aus Metall. Hier hätte sich so manch einer sicher einen Stahlzahn Piston gewünscht. Ich habe in meiner UK-1 seit Jahren den besagten Piston bei ca. 1,6J im Einsatz und keinen sichtbaren Verschleiß. Deswegen sollte es keinen Grund zur Sorge geben, auch in Kombination mit der Energie von 1J bei der PDW9. Der Pistonhead ist aus Kunststoff gefertigt.

Dem einen oder anderen werden der Cylinderhead und Piston vielleicht negativ aufstoßen, da man beim Preis von 529 EUR (Stand Juli 2020) erwartet, dass alles High End ist. Die Meinung kann ich absolut teilen und hätte mir auch gewünscht, dass alles "perfekt" ist. Allerdings habe ich auch die Langzeiterfahrung mit den Internals und weiß, dass sie im Zusammenspiel sehr gut funktionieren.


Nozzle

Beim Nozzle gibt es eine Neuerung. Es ist ein neues Aluminium Air Seal Nozzle mit O-Ring verbaut. Gegenüber Plastik zeichnet es sich vor allem durch eine längere Haltbarkeit aus. Begadi gibt die Länge mit 20,92mm an. Das wäre einen Tick kürzer als das goldene Alu Nozzle von ICS mit 21mm.


EBB

Die PDW9 verfügt wieder über ein Electronic Blowback System (EBB). Das sorgt dafür, dass sich die Bolt Plate wie bei einer realen Waffe bei jedem Schuss bewegt. Es hat einen rein optischen Effekt und ihr benötigt damit etwas mehr Akku. Bei Bedarf könnt ihr es auch mit einer kleinen Modifikation dauerhaft deaktivieren.


Lower Gear Box

Gears

Bei den Gears gibt es keine Neuerung. Es sind die gewohnt langlebigen 18:1 Gears aus Stahl verbaut.


Einen Punkt möchte ich an dieser Stelle loswerden. Die PDW9 ist relativ laut. Durch die Split Gearbox hört man meist schon mehr vom Innenleben als bei einer geschlossenen Gearbox und es wird wenig im Inneren gedämpft. Sie ist nicht lauter als andere Modelle von ICS, jedoch wer ggf. zuletzt eine andere S-AEG in den Händen hatte, dem kann es auffallen. Ich habe zuletzt viel HPA gespielt, so dass mir das natürlich noch stärker auffällt.


Im Video weiter unten unter "Ansprechverhalten" könnt ihr euch ein Bild zum Klang machen.


Begadi CORE System

Mit der ICS CXP-MARS PDW9 bzw. SIRIUS PDW9 habe ich auch das erste Mal die Möglichkeit, das Begadi CORE System zu testen. Es handelt sich dabei um ein EFC (Electronic Fire Control) / Mosfet System, was meines Wissens von ASCU hergestellt und an die Anforderungen von Begadi angepasst wurde.

Die Liste der Features liest sich lang und ich gehe noch auf einige im Detail ein:

- Internes EFC/Mosfet System

- Abzug über Mikroschalter

- Mechanische Sicherung

- Zyklenüberwachung (kein GearJam möglich)

- Akkuüberwachung (LiPo, LiFe, Li-Ion, NiMH)

- Akkuabschaltung (LiPo, LiFe, Li-Ion, NiMH)

- Schnelles Ansprechverhalten

- Intelligente Aktiv-Bremse

- Auch für starke Akkus

- Kurzzeitig bis 240A belastbar

- Überspannungsschutz

- Schutz vor Kurzschluss

- Plug & Play

- Dean / T-Stecker

- Semi-Only, speziell für Deutschland

- 4 Jahre Gewährleistung

- Made in EU


Beginnen wir erstmal mit dem Nutzen - was habe ich von so einem System?

Das sind im Wesentlichen zwei Dinge:

  1. Ein EFCS, durch das GearJams nahezu unmöglich sind. Es gibt eine Zyklenüberwachung der Gears und die intelligente Aktiv-Bremse sorgt dafür, dass der Motor zum richtigen Zeitpunkt gestoppt wird. Das alles sorgt wiederum für ein schnelleres Ansprechverhalten der PDW9. Zudem erfolgt der Abzug über einen Microschalter, so dass ein klassischer Abzugspunkt spürbar ist.

  2. Und dann ist durch das Mosfet System eure Elektronik geschützt. Das System ist kurzzeitig bis zu 240A belastbar, so dass ihr auch stärkere Akkus nutzen könnt, ohne die Elektronik bei Stromspitzen zu grillen. Diese hat man klassischerweise, wenn der Motor anläuft. Das System erkennt auch, wenn euer Akku zu schwach wird und schaltet ihn dann ab, so dass es zu keiner Tiefentladung und Schädigung eures Akkus kommt.

Neben diesen sehr positiven Effekten möchte ich auch die 4-jährige Gewährleistung hervorheben. Üblich sind sonst 2 Jahre. Ich schätze Begadi vor allem wegen dem herausragenden Support. Wer jemals am Wochenende in der Nacht eine E-Mail an Begadi geschickt hat, der weiß was ich meine. Gefühlt schläft das Team dort nie und sie versuchen immer im Interesse des Kunden eine Lösung zu finden. Das geniale an der Verlängerung der Gewährleistung ist, dass es nicht nur für das CORE System gilt, sondern die komplette Waffe mit dem System. Hier wirklich ein Daumen hoch!


Wer noch mehr im Detail über das CORE System erfahren möchte, bekommt hier weitere Infos direkt von Begadi.


Motor

Der Motor ist ein weiteres Upgrade der SIRIUS Serie. Es ist ein Tienly 25K Super High Torque Motor verbaut. In vielen Tunings wird aufgrund seiner Qualität und Leistung exakt dieser Motor empfohlen.


Hier die technischen Daten:

- Super High Torque Motor

- Drehzahl: 25.000 U/Min

- Drehmoment: 3,61 Kg/cm

- Windung: 22T

- Magnete: Neodym


Er läuft super im Zusammenspiel mit dem CORE System und kitzelt beim Ansprechverhalten definitiv einige Prozentpunkte heraus.


Der Motor rechtfertigt auch wieder den Gesamtpreis der PDW9. Er kostet einzeln schon 67,90 EUR.


Lauf und Hop-up Unit

Der Lauf hat eine Länge von 160mm und einen Durchmesser von 6.04mm. Die Hop-up Unit ist die normale Unit aus Metall und auch beim Bucking und Nub gibt es keine Überraschungen.

Die gesamte Kombination funktioniert wirklich gut und trotz der überschaubaren Energie von ca. 1 Joule und dem kurzen Lauf erricht man eine tolle Reichweite.


Für den Anfang müsst ihr am Bucking nichts machen. Es funktioniert alles out of the box richtig gut. Wer die letzten Prozente noch rauskitzeln möchte, kann sicherlich über einen R- oder Flat-Hop nachdenken.


Performance

Energie

Mit der verbauten Feder hat die PDW9 eine Energie von ca. 1 Joule. Dies ist bewusst auf den Einsatz im CQB ausgelegt, bei dem die meisten Feldlimits zwischen 1-1,2 Joule liegen.

Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen und habe einige BBs durch den Chrono gejagt, um die Energie zu messen:

Die Ergebnisse sind sehr konstant und lagen bei mir zwischen 0,97 und 1 Joule, so dass es eine Schwankung von 0,03 Joule gab. Der Durchschnitt lag bei 0,984 Joule. Die konstanten Werte sprechen für eine gute Abstimmung des gesamten Systems.


Ansprechverhalten

Für den Einsatz im CQB ist ein schnelles Ansprechverhalten wichtig. Hier spielen der Tienly Motor und das Begadi CORE System ihre Stärken aus. Gerade mit einem 11.1 Lipo ist schnelles Triggern möglich.


Ich bevorzuge einen sehr knappen Abzugsweg. Beim verbauten Trigger von Retro Arms ist der Weg relativ lang und er verfügt über keine Feinjustierung. Ich war vor dem ersten Spielttag etwas skeptisch, ob mir der Abzugsweg nicht zu weit ist. Die Sorge war aber absolut ungebründet. Ich muss da ausdrücklich das CORE System mit dem Microschalter loben. Hat man erst mal ein Gefühl für den Druckpunkt, dann läuft die PDW9 so richtig gut, wie man auch im kurzen Video sehen kann.


Fazit

Und dann kommen wir auch schon zum Fazit. Für die Ungeduldigen, die einfach nur die Bilder angeschaut und runter gescrollt haben, fasse ich einige Punkte kurz zusammen.


Hervorheben möchte ich das Design und die Verarbeitungsqualität der ICS CXP-MARS PDW9. Das Finish ist sehr gelungen und ich glaube bei vielen erzeugt die S-AEG den "will ich haben"-Effekt, weil sie mit dem eingelassenen Silencer einfach verdammt gut aussieht.


Neben den für Spieler äußert praktisch umgesetzten Bedienelementen möchte ich auch den 20° Vertical Grip loben. Die kompakte PWD liegt einfach sehr gut in der Hand.

Natürlich ist bei ICS Airsoft auch immer die Split Gear Box ein Kaufgrund. Man kommt da bei Bedarf einfach viel schneller an die wichtigsten Internals, wenn es notwendig ist. Die Internals selbst erzeugen zum Teil gemischte Gefühle. Rund um den Piston und Cylinder sind die altbekannten Teile von ICS verbaut. Mit Langzeiterfahrung kann ich sagen, dass alles sehr haltbar ist und funktioniert, jedoch hätten sich manche beispielsweise einen Stahlzahn Piston gewünscht, bei einem Preis von 529 EUR.


Der Preis relativiert sich aber auch wieder, wenn man sich die Upgrades durch die SIRIUS Serie anschaut. Das ist vor allem der Tienly 25k Motor, der alleine schon 67,90 EUR kostet und natürlich das Begadi CORE System. Das bringt euch eine ganze Reihe an tollen Features, die ein gutes EFC / Mosfet System ausmachen. Allen voran ein richtig gutes Ansprechverhalten.


Hervorheben möchte ich auch die Verlängerung der Gewährleistung auf 4 Jahre. Das ist wirklich ein Versprechen von Begadi und zeugt vom Vertrauen in das eigene Produkt.

Einzig der Klang kann als etwas laut empfunden werden, das ist aber sehr subjektiv. Im Video oben bekommt ihr einen guten Eindruck.


Kann ich abschließend die ICS CXP-MARS empfehlen?
Absolut! Ihr bekommt eins der schönsten Modelle, die es aktuell auf dem Markt gibt und die kompakte S-AEG wird euch viel Freude bereiten. Auch wenn sie eher kompakt ausgelegt ist, könnt ihr sie neben CQB problemlos auf jedem Feld spielen.

Der Preis ist natürlich nicht niedrig. Wie ihr auch schon auf der Webseite von Bedadi lesen könnt, hat ICS die Preise erhöht und durch die Tunings der SIRIUS Serie steigt der Preis weiter, was sich aber durch die Upgrades relativiert. Ich bin mir aber sicher, dass ihr den Kauf nicht bereuen werdet.


Wenn ihr mich mal auf dem Spielfeld trefft und einige Testschüsse machen wollt, dann sprecht mich einfach an.

Zu guter Letzt nochmal eine kurze Übersicht der Vor- und Nachteile:

+ Split Gear Box

+ Design

+ Verarbeitungsqualität

+ Performance

+ EFC / Mosfetsystem von Begadi

+ 20° Vertical Grip

+ Motor (Tienly 25k)

- Klang etwas laut

o Internals

o Preis (relativiert sich)


Legende:

+ Vorteil

- Nachteil

o Neutral


Links

ICS SIRIUS PDW9 bei Begadi

ICS M4 CXP SIRIUS "PDW9" Midcap Magazin bei Begadi

Empfohlener Akku bei Begadi

Video zum CORE System

ICS Airsoft

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