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[DEU]Review: Begadi Sport SMG "Mod 5 Folding Stock" S-AEG

Aktualisiert: Feb 6

Review der Begadi Sport SMG "Mod5 Folding Stock" S-AEG von Begadi.


Vorweg vielen Dank an Begadi für die Bereitstellung des Produkts! Wichtig: Das Review stellt meine ehrliche Meinung zum Produkt dar und wurde ohne jeglichen Einfluss von Begadi erstellt.


Und noch ein Hinweis zum Review: Normalerweise nehme ich jede Waffe erstmal mit auf das Spielfeld um sie ausgiebig zu testen. Das ist leider aufgrund des aktuellen Lockdowns nicht möglich, so dass es auch keinen Schusstest und keine unmittelbaren Spielerfahrungen gibt. Das wird nachgeholt und ergänzt, wenn es wieder möglich ist.


Übersicht

Das Review ist in die folgenden Kapitel unterteilt:

  • Hintergrund

  • Fakten

  • Unboxing / Lieferumfang

  • Erster Eindruck

  • Externals

  • Internals

  • Performance

  • Zubehör (optional erhältlich)

  • Fazit

  • Links

Hintergrund

Bei der Sport Serie arbeitet Begadi mit Cyma zusammen. Basis für die "Mod5 Folding Stock" ist eine Cyma CM041 in der das Begadi CORE EFCS / Mosfet zum Einsatz kommt. Es gibt auch noch eine "Mod5 SD6", die sich von den Externals unterscheidet und technisch sonst identisch ist.

Das ist mein erstes Modell der Sport Line von Begadi im Review. Die Line soll sich durch ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis auszeichnen. Sprich die Mod5 ist auch nicht nur als preisgünstige Einsteigerwaffe gedacht, sondern stellt im Idealfall auch eine brauchbare Alternative für erfahrene Spieler dar. Die S-AEG ist bei Begadi für 229 EUR (Stand: Februar 2021) zu haben. In Zeiten in denen die 500 EUR-Marke beim Waffenkauf immer öfters geknackt wird, ist das erstmal eine erfreuliche Alternative um den Geldbeutel zu schonen.


Fakten

Schauen wir uns erstmal die wichtigsten Fakten von der Produktseite an:

System: S-AEG (= schiesst nur Semiauto, kein Vollauto)

Kaliber: 6mm

HopUp: Ja (einstallbar)

Material: Hauptsächlich Metall + Kunststoff

Magazin Kapazität: 260 / 120 Schuss Highcap / Midcap

Energie:ca. 1,5 - 1,6 Joule

Gesamtlänge: ca. 750mm (500mm eingeklappt)

Lauflänge: 229mm

Gearbox: Version 2

Gewicht: ca. 3100g


Unboxing / Lieferumfang

Die S-AEG kommt in einem neutralen Karton aus Pappe. Keine "Marui Magic", aber wenn man den Karton öffnet, dann ist alles sicher in Schaumstoff eingefasst und schön geordnet, so dass man das gerne 1:1 in den Waffenkoffer legen möchte.

Perfect fit: Alles sauber in Schaumstoff verstaut.

Der Lieferumfang sieht wie folgt aus:

  • Begadi Sport SMG "Mod 5 Folding Stock"

  • Foregrip

  • Highcap Magazin (260 BBs)

  • Midcap Magazin (120 BBs)

  • Speedloader

  • Reinigungsstab

  • Inbusschlüssel

  • Kleine Packung mit BBs

Alles in allem ein sehr gutes Paket. Schön finde ich, dass sogar ein Foregrip und ein Speedloader dabei sind. Auch die zwei mitgelieferten Magazine finde ich klasse. Gerade für Einsteiger hat man erstmal alles was man braucht und es fehlt im Grunde nur noch ein Akku um loszulegen.

Zwei Mags, Foregrip, Speedloader - alles dabei.

Erster Eindruck

Kommen wir vom Lieferumfang zum ersten Eindruck. Wie fühlt sich die Mod5 direkt nach dem Auspacken an? Was fällt positiv oder negativ auf?


Die Verarbeitungsqualität macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Es klappert nichts und auch der ausklappbare Stock sitzt wackelfrei und fest. Einzig der Spannhebel hat ganz wenig Spiel, bewegt sich aber nur minimal, wenn man die S-AEG als Rassel schüttelt.


Die Mod5 hat einen schönen taktischen Look, der vor allem durch das Handguard mit den Picatinny-Schienen erzeugt wird. Alles ist komplett in schwarz gehalten mit einer Materialmischung aus Metall und Kunststoff. Ohne Magazin und Foregrip bringt sie ca. 2.965g auf die Waage. Ich bin 1,85 m groß und die Länge vom Stock ist bei mir sehr ähnlich mit der Einstellung bei meinen anderen Waffen. Sprich sie liegt bei mir gut an und ich empfinde das Handling als sehr angenehm.


Externals

Material und Finish

Die Verarbeitungsqualität und Passgenauigkeit sind wie gesagt für eine S-AEG dieser Preisklasse sehr gut. Der Upper Receiver besteht aus Metall und der Lower Receiver aus Polyamid-Kunststoff. Auch wenn man vom Gewicht darauf schließen könnte, es ist kein Stahl, sondern es kommt ein anderes Metall zum Einsatz. Leider bin ich nicht der Materialexperte, so dass ich euch auch nicht sagen kann, um was es sich genau handelt.

Material: Der Upper Receiver besteht aus Metall und der Lower Receiver aus Polyamid-Kunststoff.

Man findet am Griff und Abzugsbügel leichte Nähte, die aber sehr sauber verarbeitet sind. Der Receiver selbst ist nicht wie das Original gestanzt, sondern gegossen. Insgesamt hat aber alles vom Upper über den Lower Receiver und dem Handguard und Stock eine sehr gute Passgenauigkeit und wirkt sehr stabil.

Leichte, aber sauber verarbeitete Nähte am Griff und Abzugsbügel.

Über die Langlebigkeit des Materials und vor allem Kratzanfälligkeit werde ich nach den ersten Spielen mehr sagen können.


Folding Stock

Um den Stock einzuklappen muss man nur einen Knopf drücken und schon kann man ihn umklappen und mittels einer Nase einhaken.

Auch mit eingeklapptem Stock spielbar.

Die Nase ist aus dem gleichen Kunststoff wie der Stock gefertigt und macht einen stabilen Eindruck. Trotzdem würde ich den Stock immer mit Gefühl und nicht mit Wucht umklappen, um das Material langfristig zu schonen.

Eine kleine Nase aus Kunststoff hält den eingeklappten Stock.

Die Wangen- und Schulterauflage sind gummiert, was ich positiv hervorheben möchte. Gerade an der Schulterauflage mag ich das immer sehr, weil es Verrutschen vorbeugt.

Gummierte Wangen- und Schulterauflage.

Bei eingeklappten Stock ist die Abzugseinheit noch voll bedienbar. Da der Stock auf die rechte Seite umklappt, ist dort nur die Bedienung des Feuerwahlhebels schwierig. Durch den einklappbaren Stock hat man mehr Möglichkeiten bei der Führung der Waffe. Aus der Erfahrung muss ich sagen, dass sich das in der Theorie immer gut anhört, dass man ihn beispielsweise im CQB einklappt, aber in der Realität bevorzuge ich dann doch eine stabilisierte Führung indem ich die Waffe zum Zielen an der Schulter anlege.


Handguard und Foregrip

Handguard mit Batteriefach

Am Handguard sind jeweils links, rechts und unten Picatinny-Schienen angebracht. Sie haben eine Länge von ca. 12 cm und bieten 9 Positionen. Bei Bedarf kann man die Schienen auch einfach mit dem mitgelieferten Inbusschlüssel abschrauben.

Abmontierbare Picatinny-Schienen am Handguard (links, rechts und unten).

Um an das Batteriefach zu kommen müsst ihr vor den PIN lösen und könnt dann das Handguard erst nach unten und dann nach vorne abnehmen. Der Platz wirkt von außen etwas größer als er dann tatsächlich ist.

Akkufach im Handguard: Sieht größer aus als es ist.

Vielleicht stelle ich mich auch nur dumm an, aber es ist eine extreme Fummelei den Akku unterzubringen. Das Kabel vom Begadi CORE mit Dean-Anschluss (T-Stecker) ist relativ lang und nimmt unnötig Platz weg. Um dem Ganzen mehr Ordnung zu geben, ist es mit zwei Kabelbindern festgemacht. Dreht davon auf jeden Fall die abgezwickten Enden nach oben, damit sich nichts in einen Akku bohren kann. Und dann geht behutsam vor und schaut lieber zweimal, dass kein Kabel gequetscht wird oder zu viel Druck auf den Akku ausgeübt wird.

Verlängerungskabel vom Begadi CORE mit Dean-Anschluss.

Ich habe mich mit Double und Triple Sticks leichter getan als mit Single Sticks. Schaut euch die Empfehlungen von Begadi auf der Produktseite an, ob eure Akkus gut passen und bestellt bei Bedarf gleich den richtigen Akku mit.


Foregrip

Beim mitgelieferten Foregrip habe ich im Lieferumfang erstmal die Schraube für die Befestigung gesucht. Das ist hier aber etwas anders gelöst - um ihn an der Picatinny-Schiene anzubringen müsst ihr erst unten das Griffstück ein Stück aufdrehen, dann könnt ihr ihn auf die Schiene schieben und dann einfach wieder alles festdrehen und schon sitzt der Foregrip fest drauf.

Foregrip im Lieferumfang enthalten.

Der Griff hat eine Gesamtlänge von ca. 11,5 cm und nur die Grifffläche von ca. 10 cm. Grundsätzlich finde ich es super, dass hier direkt Zubehör mitgeliefert wird und der Griff lässt sich auch richtig gut greifen, jedoch finde ich ihn optisch kein Highlight. Ja ich weiß, er sieht wie ein klassischer Foregrip für eine MP5 aus, jedoch wirkt er für mich einfach einen Tick zu groß hinsichtlich der sonstigen Proportionen der Waffe. Ich würde eher zu einem Stubby Grip greifen, dazu mehr unter dem Punkt "Zubehör".


Mündungsfeuerdämpfer

Den Mündungsfeuerdämpfer könnt ihr super schnell entfernen.

Einfach die Klammer lösen und leicht drehen, dann kann er nach vorne abgezogen werden. Darunter findet ihr ein 14mm CCW Gewinde um einen Tracer oder Schalldämpfer anzubringen.

Abnehmbarer Mündungsfeuerdämpfer.

Das Gewinde wird mit einem Thread Protector geschützt. Das sieht auch nicht übel aus und man kann die Mod5 problemlos so spielen, wenn man auf den Mündungsfeuerdämpfer verzichten möchte.

Look ohne den Mündungsfeuerdämpger.

Beim Thread Protector hat sich bei mir sehr schnell Abnutzung gezeigt. Er ist lediglich mit schwarzer Farbe angesprüht, die sich recht schnell abreibt.

Abnutzung am Thread Protector.

Sights

MP5 typisch befinden sich vor und hinten verstellbare Iron Sights. Das Front Sight könnt ihr mit dem mitgeliefert Inbusschlüssel auf der horizontalen Achse einstellen.

Horizontal einstellbares Front Sight

Das Rear Sight kann einfach gedreht und auf diese Art justiert werden.

Drehbare Justierung des Rear Sights.

Bedienelemente

Fireselector

Die Waffe kann beidseitig bedient werden, was sicherlich alle Linkshänder erfreut. Der Fireselector kann in den drei klassischen Stufen eingestellt werden Safe - Semi - Fullauto. Da es sich um eine S-AEG handelt, schießt die MOD5 nur in Semi, auch wenn der Fireselector auf Fullauto gestellt ist. Wie gesagt ist eine Bedienung auf der rechten Seite nur mit eingeklapptem Stock schwierig.

Safe - Semi - Fullauto (= Semi in Deutschland)

Mag-Release

Der Mag-Release kann direkt am Magazinschaft betätigt werden. Man hat auch die Möglichkeit seitlich den Mag-Release-Button zu drücken, aber das ist recht unpraktisch aufgrund der geringen Größe.

Mag-Release am Magazinschacht.

Ladehebel

Den Ladehebel könnt ihr nach hinten ziehen, um die HopUp-Kammer freizulegen. Er lässt sich einhaken und dann bleibt das HopUp-Fenster offen, um das HopUp einzustellen. Der Hebel hat ein minimales Spiel, so dass er wie eingangs gesagt leicht klappert, wenn man es drauf anlegt.


Trigger

Der Trigger ist sehr klassisch und passt gut zum Gesamtbild der Waffe, gerade wenn man auch auf die gebogenen Magazine zurückgreift. Grundsätzlich könnte man auch andere Trigger für v2 Gearboxen verwenden, aber durch das lange Gehäuse sind diese viel zu kurz, sprich er ist alternativlos.


Markings

Da es sich nicht um ein Lizenzmodell handelt, gibt es auch keine Markings. Ihr findet am Fireselector nur die bildlich veranschaulichten Modis und am Receiver das F im Fünfeck und die Typenbezeichnung.

Kein Lizenzmodell und somit auch kaum Markings.

Sling-Aufnahmen

Insgesamt gibt es drei Möglichkeiten einen Sling einzuhaken. Hinten am Stock befindet sich eine QD Aufnahme, dann vorne am Receiver und kurz hinterm Mündungsfeuerdämpfer jeweils eine Öse.


Magazine

Im Lieferumfang sind zwei Magazine enthalten. Einmal ein Highcap Magazin mit einer Kapazität von 260 BBs und ein Midcap Magazin mit 120 BBs. Es handelt sich dabei um die klassisch geschwungenen Magazine. Gerade Mags sind als optionales Zubehör erhältlich.

High- und Midcap Magazin im Lieferumfang enthalten.

Die Magazine sind beide aus Metall. Beim Highcap Magazin hat man unten ein Rad um die Feder aufzuziehen. Beide Magazine feeden tadellos und erfüllen ihren Zweck.

Rad zum Aufziehen des Highcap Magazins.

Internals

Bei günstigen Waffen muss man logischerweise irgendwelche Abstriche machen, gegenüber den höherpreisigen Modellen. Das ist immer ein schmaler Grad, wo man ggf. ein einfacheres Teil verwendet und wo man lieber eine Schippe drauflegt. Und auch hier muss man wieder differenzieren, was ohnehin Verschleißteile sind und was dafür sorgt, dass man langfristig Spaß hat.


Gearbox

Im Inneren der verstärkten v2 Gearbox sind die Standard-Internals von Cyma verbaut (nicht die neueste Generation der Blue Line). Aufgewertet wird es durch das Begadi CORE System.

Schneller Ausbau der Gearbox möglich.

Es wird ein 18:1 Gearset mit 16 Zähnen am Sector Gear eingesetzt. Der Piston hat 15 Stahlzähne und darauf sitzt ein ventilierter Pistonhead. Ergänzt wird es durch einen Typ 1 Cylinder und einem Cylinderhead mit O-Ring.

Typ 1 Cylinder verbaut.

Die Nozzle ist sehr einfach gehalten ohne O-Ring. Da ist beim Material und der Fertigungsqualität noch Luft nach oben.

Sehr einfache Nozzle ohne O-Ring.

Die Mod5 verfügt über kein Federschnellwechselsystem, was leider auch bei höherpreisigen S-AEGs noch kein Standard ist. Wenn man Anpassungen wegen Feldlimits vornehmen muss, kommt man nicht drum herum die Gearbox zu öffnen.


Wie schon erwähnt ist das Begadi CORE System verbaut, was ich bereits in meiner ICS SIRIUS PDW9 testen konnte. Auch hier leistet das System super Arbeit und ich finde es klasse, dass es von Begadi auch in einer günstigeren S-AEG verbaut wird. Bei dem Begadi CORE System handelt es sich um ein EFC ("Electronic Fire Control") / Mosfet System.


Wer die Features noch nicht kennt, hier eine Übersicht:

- Internes EFC/Mosfet System

- Abzug über Mikroschalter

- Mechanische Sicherung

- Zyklenüberwachung (kein GearJam möglich)

- Akkuüberwachung (LiPo, LiFe, Li-Ion, NiMH)

- Akkuabschaltung (LiPo, LiFe, Li-Ion, NiMH)

- Schnelles Ansprechverhalten

- Intelligente Aktiv-Bremse

- Auch für starke Akkus

- Kurzzeitig bis 240A belastbar

- Überspannungsschutz

- Schutz vor Kurzschluss

- Plug & Play

- Dean / T-Stecker

- Semi-Only, speziell für Deutschland

- 4 Jahre Gewährleistung

- Made in EU


Beginnen wir erstmal mit dem Nutzen - was habe ich von so einem System?

Das sind im Wesentlichen zwei Dinge:

  1. Ein EFCS, durch das GearJams nahezu unmöglich sind. Es gibt eine Zyklenüberwachung der Gears und die intelligente Aktiv-Bremse sorgt dafür, dass der Motor zum richtigen Zeitpunkt gestoppt wird. Zudem erfolgt der Abzug über einen Microschalter, so dass ein klassischer Abzugspunkt spürbar ist.

  2. Und dann ist durch das Mosfet System eure Elektronik geschützt. Das System ist kurzzeitig bis zu 240A belastbar, so dass ihr auch stärkere Akkus nutzen könnt, ohne die Elektronik bei Stromspitzen zu grillen. Diese hat man klassischerweise, wenn der Motor anläuft. Das System erkennt auch, wenn euer Akku zu schwach wird und schaltet ihn dann ab, so dass es zu keiner Tiefentladung und Schädigung eures Akkus kommt.

Neben diesen sehr positiven Effekten möchte ich auch die 4-jährige Gewährleistung hervorheben. Üblich sind sonst 2 Jahre und in dem Fall betrifft die Verlängerung der Gewährleistung nicht nur das System, sondern gilt für die ganze S-AEG.


Persönlich würde ich erstmal gar nichts tauschen und maximal den Hop-Up-Gummi ersetzen. Die Dichtigkeit ist nicht 100% perfekt und man kann ggf. noch ein paar Prozent rauskitzeln. Aber Stock läuft die Mod5 wirklich sehr gut und deswegen wäre für mich da nur Handlungsbedarf, wenn es mit der Zeit zu Verschleiß kommen sollte.


Lauf und HopUp

Es ist ein 229 mm Messinglauf verbaut mit einer HopUp-Unit aus Plastik. Ich habe ihn mit 6.03 mm Innendurchmesser gemessen, allerdings gehört mein Messschieber nicht zu den Besten.

Das HopUp wird über einen Schieberegler eingestellt, um mehr oder weniger Druck auf den HopUp-Gummi auszuüben. Es kann ganz einfach von außen eingestellt werden, indem ihr den Ladehebel nach hinten zieht. Dadurch öffnet sich das HopUp-Fenster und ihr könnt mittels des Schiebereglers die Einstellung vornehmen.

Beim Hop-Up gibt es ein kleines bekanntest Problem, dass der Schieber zum Einstellen zu leichtgängig ist und sich so beim Spielen die Einstellung verstellen kann. Dies kann gelöst werden, wenn ihr unter die Schraube am Hop-Up ein Stück Isolierung oder eine kleine Shim-Scheibe unterlegt.

Einfacher Mod mit einer Shim-Scheibe zum fixieren der Hop-Up-Einstellung.

Performance

Leider kann ich aufgrund des Lockdowns keinen richtigen Schusstest durchführen. Deswegen beschränke ich mich auf die Chronowerte und das Ansprechverhalten.


Chronowerte

Im Schussprotokoll von Begadi wurde mein Modell mit durchschnittlich 1.54 Joule gemessen. Der höchste Wert lag bei 1.57 Joule und der niedrigste bei 1.53 Joule.


Und auch meine persönliche Messung hat ziemlich genau die gleichen Zahlen geliefert:

Für mich persönlich das ideale Ergebnis, da die meisten Spielfelder auf denen ich spiele ein Limit von 1.6 Joule haben. Und ich bin tatsächlich von den geringen Schwankungen überrascht. Die Leistung ist wirklich sehr konstant.


Ansprechverhalten

Das Ansprechverhalten habe ich mit 7,4 und 11,1 V Lipos getestet. Der Abzugsweg ist relativ lang, aber wenn man den Trigger nicht ganz loslässt, dann sind sehr schnelle Schussfolgen möglich.


Hierzu ein Video mit beiden Lipos:


Zubehör (optional erhältlich)

Nicht im Lieferumfang enthalten ist eine Mount, um eine Zieloptik anzubringen. Falls ihr die Iron Sights nicht nutzen möchtet, dann könnt ihr euch die Begadi MP5 Montage für 13.90 EUR (Stand: Februar 2021) holen.

Einfach zu installieren: Optionale Mount für eine Zieloptik.

Am Upper Receiver habt ihr dafür bereits eine Aufnahme und die Mount muss dann nur noch mit 4 Schrauben fixiert werden. Darauf befindet sich eine Picatinny-Schiene mit einer Länge von 9 cm und 8 möglichen Positionen, so dass ihr einfach eure favorisierte Zieloptik nutzen könnt.

Je nach Präferenz gibt es auch Straight Mags für die S-AEG. Neben weiteren Herstellern führt Begadi auch welche unter ihrer Eigenmarke. Die Midcaps fassen 110 BBs und sind aus Metall gefertigt. Preislich liegen sie bei 12,90 EUR (Stand: Februar 2021).

Straight Mags sind auch als Zubehör verfügbar.

Wie schon angesprochen mag ich einen Stubby/Short Grip mehr als den mitgelieferten Foregrip. Das ist wie immer vom eigenen Geschmack abhängig. So sieht das mit dem Begadi Vertical Short Grip aus, den ihr für 10,50 EUR (Stand: Februar 2021) bei Begadi bekommt.

Begadi Vertical Short Grip

Fazit

Die Begadi Sport SMG "Mod 5 Folding Stock" ist keine High-End S-AEG, aber macht für den Preis einen verdammt guten Job. Sie ist für mich mehr als eine günstige Einsteigerwaffe und ich habe das Schwestermodell, die Mod 5 SD6, vor dem Lockdown bereits bei einigen sehr erfahrenen Spielern im Einsatz gesehen.

Trotzdem habe ich auch ein paar Kritikpunkte. Am meisten störe ich mich tatsächlich am Akkufach. Wer Double Sticks spielt wird keine Probleme haben, aber sonst muss man erstmal vorsichtig prüfen welche Akkus passen und welche nicht. Dass kein Federschnellwechselsystem verbaut ist werte ich als Negativpunkt, muss es aber auch relativieren, da dies selbst bei höherpreisigen Modellen noch kein Standard ist.


Die Internals erfüllen alle ihren Zwecks. Sicherlich würde etwas mehr Dichtigkeit dem System gut tun, so dass man ggf. eine schwächere Feder spielen kann und dadurch die Shell schont. Jedoch funktioniert alles "out of the Box" sehr gut und es gibt keine zwingende Notwendigkeit Komponenten auszutauschen, damit man Spaß auf dem Spielfeld hat. Das Begadi CORE verrichtet gewohnt gut seinen Dienst und die verlängerte Garantie von 4 Jahren ist noch die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.


Kurzum - Begadi hat mit der Mod5 Folding Stock ein stimmiges Gesamtpaket zu einem guten Preis realisiert und ich bin mir sicher, dass sowohl Anfänger als auch erfahrene Spieler viel Spaß damit haben.
Individuell: Der Look lässt sich einfach an die eigenen Präferenzen anpassen.

Zu guter Letzt die Zusammenfassung der Vor- und Nachteile:

+ Preis-/Leistungsverhältnis

+ EFC / Mosfetsystem von Begadi

+ Mitgeliefertes Zubehör

- Akkufach

- Kein Federschnellwechselsystem

o Internals


Legende:

+ Vorteil

- Nachteil

o Neutral


Links

Begadi Sport SMG "Mod 5 Folding Stock" S-AEG

Begadi MP5 / G3 Montage/Mount

Begadi Vertical Short Grip - schwarz

Begadi MP5 -Straight- Midcap Magazin (110 BBs)

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