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[DE]Review: Xcortech Tracer Units

Review und Vergleich der Xcortech XT301 Compact und XT501 MK2 Tracer

Vorweg vielen Dank an Begadi für die Unterstützung! Wichtig: Das Review stellt meine ehrliche Meinung zum Produkt dar und wurde ohne jeglichen Einfluss von Begadi erstellt.


Hintergrund

Wer von euch jemals in einer dunkleren Umgebung gespielt hat, kennt das Problem: Man sieht die eigenen Kugeln nicht und wenn die Zielvisierung nicht perfekt eingestellt ist, dann weiß man nie so genau, ob die Kugel dort landet wo sie auch hin soll. Mit dem Einsatz eines Tracers gehört dieses Problem der Vergangenheit an. Da es immer mehr CQB-Spielfelder gibt und Speedsoft stetig populärer wird, möchte ich meine Erfahrungen mit den beiden Tracern XT301 Compact und XT501 MK2 von Xcortech teilen. Ich habe beide schon seit längerem im Einsatz und kann vorweg sagen, dass ich einen Tracer in bestimmten Situationen nicht mehr missen möchte.

Bevor wir tiefer ins Review eintauchen, hier noch einige grundsätzliche Informationen zum Verständnis: Was ist ein Tracer?

Ein Tracer ähnelt rein optisch einem Silencer und wird auch an gleicher Stelle an einer Lang- oder Kurzwaffe angebracht.

ICS CXP UK1 mit Xcortech XT501 MK2

Er verfügt über ein elektronisches Innenleben mit Leuchtdioden und sorgt so dafür, dass spezielle Tracer BBs kurz angeblitzt werden, wenn sie durch den Tracer fliegen. Dadurch leuchten die fluoreszierenden BBs für eine kurze Zeit und sorgen für eine Leuchtspur beim Fliegen. Das hilft ungemein beim schellen Zielen und letztendlich Treffen, so dass Probleme mit der Sichtbarkeit in dunkler Umgebung der Vergangenheit angehören.

Damit man einen Tracer in Betrieb nehmen kann, gibt es ein paar Voraussetzungen:

Gewinde

Um einen Tracer anzubringen, muss eure Waffe über ein entsprechendes Gewinde verfügen. Bei Gewehren müsst ihr dafür meist nur den Flashhider oder Silencer entfernen und könnt stattdessen den Tracer anschrauben. Bei Pistolen wird ein Threaded Outer Barrel oder eine alternative Lösung mittels Adapter benötigt. Die beiden Tracer aus dem Review verfügen über unterschiedliche Gewinde, was sich unmittelbar auf den Einsatzzweck auswirkt - mehr dazu im Review.


Tracer BBs

Wie angesprochen benötigt man neben dem Tracer bestimmte BBs, die durch die Beleuchtung fluoreszieren. Wie bei den normalen BBs gibt es diese in unterschiedlichen Gewichten, als biologische oder normale Variante und in den Leuchtfarben Grün und Rot. Preislich liegen sie im gleichen Bereich wie qualitativ hochwertige BBs. Achtet bei der Farbwahl unbedingt auf die Eignung eures Tracers. Der XT301 und XT501 von Xcortech funktionieren beispielsweise nur gut mit grünen Tracer BBs - wie die meisten Units auf dem Markt. Die verschiedenen BBs haben auch eine unterschiedliche Leuchtkraft, da müsst ihr einfach etwas ausprobieren und findet bei Begadi eine gute Auswahl im Sortiment.


Hier seht ihr eine leuchtende Packung Tracer BBs im Dunkeln, nachdem sie mit einer Lichtquelle angestrahlt wurde:


Review

Genug Theorie - kommen wir zum eigentlichen Review. Ich schreibe für beide Tracer ein Review, weil die Grundfunktionen nahezu identisch sind und es für viele sicherlich interessant ist, wo die Vor- und Nachteile der beiden Ausführungen liegen, so dass man die beste Wahl für sich persönlich treffen kann. Deswegen gehe ich erst auf die einzelnen Details ein und führe dann alles in einem Vergleich zusammen.


Im Detail: Xcortech XT301 Compact

Beginnen wir mit der kleinen Variante - dem Xcortech XT301 Compact. Als er Anfang 2018 auf den Markt kam, war er eine kleine Innovation. Bis dahin steckte die Technik für Tracer meist in größeren Gehäusen, wie bei den klassischen Silencern und es gab keine so kompakte Variante und er erzeugte die hellste Leuchtspur. Ich hatte ihn zuerst in Videos von der SpeedQB-Szene in den USA gesehen und dachte nur: I NEED IT.


Deswegen habe ich direkt eine Bestellung gestartet und habe wenig später das Paket in den Händen gehalten. Der Tracer kostet bei Begadi 74,90 EUR (Stand Dezember 2019) und stecke in einem unglamourösen Pappkarton zusammen mit einem Adapter für ein 14 mm Negativgewinde.


Versionsupdate "MK2"

Mittlerweile ist bei Begadi auch eine neue Version des Tracers verfügbar. Wie beim großen Bruder ist noch ein Namenszusatz hinzugekommen und das neuste Modell heißt "Xcortech XT301 MK2 Compact Tracer". Gegenüber der Version im Test lässt sich eins sagen - er ist nicht schlechter geworden. Die Kappe auf der Vorderseite hat ein etwas aggressiveres Design und auf der Seite mit dem Gewinde kann man das mit 11 mm einfach gegen 14 mm tauschen, so dass man nicht mehr das längliche Adapterstück benötigt. Das kommt auf jeden Fall der Optik zu Gute. Der Test ist noch für das Vorgängermodell.


Fakten

Wie es der Namenszusatz schon vermuten lässt, handelt es sich um einen sehr kompakten Tracer aus Aluminium mit einer Länge von 6 cm ohne und ca. 8,3 cm mit Adapter. Der Durchmesser beträgt 2,9 cm und er bringt leichte 41 g auf die Waage. Er verfügt über ein 11 mm Positivgewinde und es wird noch ein Adapter für 14 mm Negativgewinde mitgeliefert.

Die beiden LEDs, zur Beleuchtung der Tracer BBs, werden von einem fest verbauten Lithium-Akku gespeist, der mittels Micro-USB-Kabel aufgeladen werden kann. Der Hersteller gibt an, dass eine Akkuladung für bis zu 20.000 Schuss reicht. Ich lade ihn immer alle paar Spiele und der Tracer hat mich noch nie im Stich gelassen. Ich bin sonst nicht der Freund von fest verbauten Akkus, da jeder Akku zwangsläufig irgendwann schwächer wird, aber bisher sind mir noch keine Berichte über irgendwelche Akkuausfälle oder -probleme bekannt. Der Hersteller empfiehlt ihn alle 2 Monate bei Nicht-Nutzung zu laden, um einer Entladung vorzubeugen. Dafür müsst ihr nur die vordere Kappe abschrauben und könnt dann ein Micro-USB-Kabel anschließen (nicht im Lieferumfang enthalten).

Einfaches Aufladen des Akkus mit einem Micro-USB-Kabel (nicht im Lieferumfang enthalten)

Wichtig im Hinblick auf Leistung und Ausdauer: Der Tracer verfügt über diverse Einstellungsmöglichkeiten hinsichtlich Helligkeit und Energiemodis. Hier findet ihr einen Link zur Anleitung bei Begadi mit allen notwendigen Informationen. Ich nutze den Tracer immer auf höchster Leuchtstufe. Warum sollte man sich auch mit weniger zufrieden geben?

Optik

Wie einführend gesagt, war das kompakte Design beim XT301 eine kleine Innovation. Bisher waren alle Tracer relativ groß. In Bezug auf die Optik war das nicht immer passend und vor allem kann sich das auch auf die Nutzung auswirken.


Ein größerer Tracer bedeutet auch mehr Gewicht und das wirkt sich auf das Gewichtsverhältnis der Waffe aus. Gerade Kurzwaffen können dadurch sehr kopflastig werden. Zudem kann es eure Genauigkeit beim Schießen beeinträchtigen. Bei frei schwingenden Läufen, wie etwas bei Glocks, kann der Tracer den Lauf nach unten ziehen und dadurch das Schussbild beeinträchtigen. Mit dem XT301 habt ihr dieses Problem nicht da er so leicht ist, dass die Waffe ausbalanciert bleibt.


Er passt optisch besonders zu Kurzwaffen. Einzig das etwas schmalere Gewinde finde ich weniger schön. Ich mag es mehr, wenn ein Silencer/Tracer sich in einer Größe an das Handguard oder den Slide anfügt. Noch krasser wird die Unterbrechung, wenn man den mitgelieferten Adapter zum Anbringen des Tracers nutzen muss. Bei Langwaffen wirkt der Tracer etwas verloren. Dort gefällt ehr mir optisch nur, wenn er im Handguard steckt. Im folgenden Absatz "Installation" findet ihr einige optische Beispiele


Installation

Da die Voraussetzungen für die Installation unterschiedlichen sein können, habe ich euch einige Beispiele zusammengestellt:


>> Beispiel: Tokyo Marui Gold Match <<

Damit der Tracer direkt mittels 11 mm Gewinde angebracht werden kann, solltet ihr euch ein Threaded Outer Barrel zulegen. Ich empfehle hierfür die Barrels von Cowcow, die es in unterschiedlichen Ausführungen gibt. Leider sind die Barrels nicht ganz günstig und kosten zwischen 65-80 EUR. Es gibt auch Adapter für die Plastikläufe, jedoch verschleißen diese aus meiner Erfahrung relativ schnell und sorgen für schiefe Tracer.

>> Beispiel: AW Custom/GForce <<

Manche Modelle verfügen von Haus aus über ein 11 mm Threaded Outer Barrel, wie zum Beispiel die AW Custom VX0100. Dort könnt ihr dann direkt den Tracer anschrauben und müsst nichts dazu kaufen.

>> Beispiel: ICS BLE XAE <<

Auch hier kann man einen Tracer ohne Zukauf anbringen. Die XAE verfügt über ein 11 mm Gewinde, was aber leider in die andere Richtung geht. Somit muss man erstmal den Adapter der XAE von 11 auf 14 mm nutzen und dann den Adapter von Xcortech von 14 auf 11 mm. Das ist alles andere als ideal, aber es funktioniert.

>> Beispiel: VFC Avalon CQB <<

Und natürlich kann man den Tracer auch an den meisten Langwaffen anbringen. Hierfür ist eigentlich immer der mitgelieferte 14 auf 11 mm Adapter notwendig. Eventuell ist bei eurer Langwaffe der Silencer oder Flashhider mit einer Schraube oder Schraubenkleber gesichert. Schaut dafür kurz ins Handbuch, damit ihr beim Abmachen nichts beschädigt.

Funktion

Kommen wir zum wesentlichen Teil, wie sich der Tracer in der Benutzung schlägt.


Er ist einer der hellsten Tracer auf dem Markt und ist so stark, dass man die leuchtenden BBs auch am Tag in der Halle sieht. Das hilft ungemein beim Zielen und Treffen und ist insbesondere bei einem schnellen Spielstil sehr förderlich oder wenn man einfach mal mehr sprayen muss.


Im folgenden Video seht ihr ihn in Aktion:


Hier noch ein kurzes Gameplay von mir, bei dem man die Funktion bei Tageslicht sehr gut sieht:


Details: Xcortech XT501 MK2

Der XT501 kommt ebenfalls in einem Pappkarton. Neben dem Tracer befindet sich noch eine Ersatzkappe im Lieferumfang.


Bei Begadi ist er für einen Preis von 64,90 EUR (Stand Dezember 2019) zu haben und somit 10 EUR günstiger als der XT301.

Fakten

Der XT501 ist mit einer Länge von 15,6 cm ein gutes Stück größer als der XT301 und hat einen Durchmesser von 3,7 cm. Er wiegt ohne Batterien 142 g und mit ca. 188 g.

Das mit den Batterien ist auch ein weiterer Unterschied neben der Größe gegenüber dem XT301, da er keinen festen Akku hat und stattdessen mit 4 AAA Batterien betrieben wird. Alternativ kann man natürlich auch wiederaufladbare AAA Akkus verwenden.

Auch das Gewinde unterscheidet sich, da der XT501 lediglich über ein 14 mm Gewinde verfügt und somit benötigt man ggf. einen Adapter auf 11 mm (nicht im Lieferumfang enthalten) - was ich nicht empfehle, dazu gleich mehr.


Der Tracer lässt sich analog dem XT301 einstellen. Hier ein Link zur Gebrauchsanleitung.


Installation und Optik

Der Tracer lässt sich einfach anstelle des Flashhiders anschrauben. Gegenüber dem XT301 wirkt der XT501 an einer Langwaffe viel harmonischer. Er wirkt wie ein klassischer Schalldämpfer und fügt sich dadurch gut ins Gesamtbild ein. Dadurch gewinnt sie etwas an Länge und verliert an Führigkeit, aber den Kompromiss gehe ich persönlich gerne ein.


Auch hier wieder ein Beispiel:

>> Beispiel: VFC Avalon CQB <<

Bei einer Kurzwaffe kann ich den XT501 nur sehr bedingt empfehlen. Sie wird dadurch sehr kopflastig und bekommt ein ganz anderes Handling. Wenn die Waffe kein festes Barrel hat, wie beispielsweise bei einer Glock, dann kann sich der Tracer sogar auf das Schussbild auswirken. Durch das Gewicht wird das Barrel nach unten gezogen und das kann sich auf eure Genauigkeit auswirken.


Funktion

Bei der Funktion schenken sich die beiden Tracer nichts. Ich kann keine Unterschiede bei der Helligkeit feststellen und auch beim XT501 haben mich die Batterien bisher noch nicht im Stich gelassen und sind bei Bedarf in Sekunden gewechselt.


Etwas vorsichtig sein muss man mit der Verschlusskappe. Die löst sich relativ einfach, was auch wahrscheinlich der Grund für die Ersatzkappe im Lieferumfang ist. Ich habe sie bei mir einfach mit etwas Klebeband fixiert. In der Großaufnahme nicht schön, aber sonst kaum sichtbar.


Hier auch ein Video vom XT501:

Und natürlich darf auch ein Gameplay Video nicht fehlen, damit man die Funktion bei Tageslicht beurteilen kann:


Vergleich

Zusammenfassend noch einmal die größten Unterschiede zwischen den beiden Tracern:


Optik und Größe

Der XT301 punktet bei der Kompaktheit und Flexibilität des Gewindes. Bei vielen Pistolen mit 11 mm Gewinde kann man ihn direkt anbringen und behält so den Vorteil eines sehr kurzen und leichten Setups, was insbesondere beim CQB ein Vorteil ist. Bei Bedarf kann man ihn aber genauso an einer Langwaffe mit dem Adapter von 11 auf 14 mm anbringen.

Dem gegenüber spricht eigentlich wenig für den XT501 - er ist größer und dadurch sperriger sowie schwerer. Trotzdem hat er seine Daseinsberechtigung, wenn man optisch eine gewisse Harmonie anstrebt, die vor allem bei Langwaffen zur Geltung kommt.


Batterie vs Akku

Bei Batterie oder Akku gibt es für mich keinen direkten Gewinner. Der XT501 wird mit 4 AAA Batterien gefüttert und der XT301 mittels USB aufgeladen. Bedeutet grundsätzlich, dass man beim XT501 einfach nur die Batterien bei Bedarf wechseln muss und den XT301 muss man erst wieder an einer Steckdose oder Powerbank aufladen. Das spart aber wiederum Kosten für Verbrauchsmaterial.


Man muss noch bedenken, dass bei einem fest integrierten Akku die potentielle Gefahr besteht, dass er irgendwann keine Leistung mehr bringt und dadurch unbrauchbar wird. Ob das jemals beim XT301 der Fall sein wird, kann ich nicht abschätzen.

Nutzung

Bei der Leistung und insbesondere der Leuchtkraft kann ich keine sichtbaren Unterschiede feststellen. Beide Tracer funktionieren nur mit grünen Tracer BBs und beleuchten diese sehr hell. Auch bei Tagesspielen in der Halle sind die Kugeln dadurch gut sichtbar.

Preisunterschied

Zwischen den beiden Tracern gibt es eine geringe Preisdifferenz. Der XT301 kostet mit 74,90 EUR genau 10 EUR mehr als der XT501 für 64,90 EUR (Stand Dezember 2019).

Fazit

Ich kann beide Tracer sehr empfehlen und möchte sie insbesondere beim Spielen in dunkleren Umgebungen nicht mehr missen. Die Tracer BBs werden sehr hell beleuchtet und es erleichtert das Zielen in schnelleren Spielsituationen ungemein. Außerdem sieht es einfach verdammt gut aus, wenn die BBs einem Laser gleich verschossen werden.

Wenn ich mich für einen Tracer entscheiden müsste, dann würde meine Wahl immer auf den Xcortech XT301 Compact fallen, da durch seine Kompaktheit das mögliche Einsatzfeld größer ist.

Der XT501 MK2 macht für mich nur Sinn, wenn man die klassische Optik eines Silencers bevorzugt und langfristig vielleicht eine Sorge hat, dass der feste Akku beim XT301 irgendwann nicht mehr mitmacht. Die Tracer sind nun ein gutes Jahr auf dem Markt und ich habe noch keine Berichte zu irgendwelchen Ausfällen gefunden.


Die Vor- und Nachteile in der Zusammenfassung:

+ Leuchtkraft

+ Variabilität an unterschiedlichsten Waffen

+ Ausdauer der Batterien bzw. des Akkus

+ Automatische Abschaltung

- XT301: Optik an manchen Langwaffen

- XT501: Größe beim Einsatz an Pistolen


Links

Xcortech XT301 Compat Tracer bei Begadi

Neue Version: Xcortech XT301 MK2 Compact Tracer bei Begadi

Xcortech XT501 MK2 Tracer bei Begadi

TM HiCapa Gold Match bei Begadi

ICS BLE XAE bei Begadi

ICS CXP-UK1 bei Begadi

VFC AVALON Polarstar HPA M / CQB Version bei Begadi

Tracer BBs bei Begadi

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