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[DE]Review Silverback Desert Tech SRS A1 Gen.3 (2018)

Aktualisiert: 21. März 2019

Mein Review zur Silverback SRS 16"


Vielen Dank an Begadi für die Bereitstellung des Produkts! Wichtig: Das Review stellt meine ehrliche Meinung zum Produkt dar und wurde ohne jeglichen Einfluss von Begadi erstellt.


Da das Review relativ lang geworden ist, vorweg ein Überblick über den Inhalt:

> Hintergrund

> Fakten

> Unboxing

> Erster Eindruck

> Ausstattung: Externals

> Ausstattung: Internals

> Performance

> Empfehlungen

> Zubehör

> Meine Anpassungen

> Fazit

> Links


Hintergrund

Jeder kennt das Bild eines Snipers aus Filmen: Jeder Schuss ein Treffer und nahezu alleine schalten sie ganze Einheiten aus und steigen zu Helden auf. Was in Hollywood gut funktioniert ist bei Airsoft eher schwierig, da es technisch gesehen den extremen Reichweitenvorteil einfach nicht gibt.


Trotzdem sind einige der bekanntesten Airsoftspieler als Sniper unterwegs und sorgen für Eindruck. Den bleibenden Eindruck konnte ich schon am eigenen Leib spüren. Bei meinem ersten Airsoftspiel bekam ich meinen ersten Hit direkt auf die Mesh Maske und noch heute zeugt eine kleine Delle davon. Kurze Zeit später konnte ich die Szene dann direkt in einem Video von Novritsch Revue passieren lassen. Seitdem fand ich es immer spannend auch mal mit einem Scharfschützengewehr das Spielfeld unsicher zu machen, aber das Budget war klein und bei allen Gewehren auf dem Markt war teures Tuning notwendig, um tatsächlich einen kleinen Reichweitenvorteil gegenüber SAEGs zu bekommen.


Deswegen habe ich den Markt gespannt verfolgt und im November 2015 kam von Silverback Airsoft die Desert Tech SRS als Airsoftgewehr heraus. Mir hat von Beginn an der besondere Look gefallen, der sehr nah am echten Vorbild ist und zudem haben die ersten Erfahrungsberichte eine sehr gute Performance ab Werk bescheinigt.


Mittlerweile gibt es das Gewehr in der 3. Generation (Modelljahr 2018). Über die Jahre hat sich Silverback Airsoft durch erstklassigen Herstellersupport ausgezeichnet. Die Spieler haben stets Gehör gefunden und sie haben die Produkte stetig weiterentwickelt. Das Schöne dabei - sämtliche Weiterentwicklungen waren zu vorherigen Generationen kompatibel, so dass man bei Bedarf auch bei älteren Gewehren alles auf den neusten Stand bringen konnte und kann.


Und da Begadi nun die neuste Generation ins Sortiment aufgenommen hat, war es endlich an der Zeit die SRS zu kaufen und einem ausgiebigen Review zu unterziehen.


Fakten

Modellpalette

Von Beginn an gab es die SRS in drei Längen: 16, 22 und 26 Zoll.

Im Jahr 2017 kam dann noch eine Sport Line Version mit 20 Zoll hinzu, die sich in einigen Features unterscheidet (vereinfachter Abzug, kein Monopod). Und darüber hinaus gibt es noch das G-Spec Conversion Kit um die SRS bei Bedarf noch weiter zu verkürzen und eine Lightweight Edition, die auf 100 Exemplare limitiert ist.



Die Standardausführung unterscheidet sich nur in der Länge des Handguards und Außen- sowie Innenlaufs. Der Body und die Internals sind gleich.


Es gibt sie grundsätzlich in den Farben Black, Tan und OD Green, wobei Begadi nur Black und Tan im Angebot hat.


Alle Teile der SRS Silverback sind untereinander größtenteils kompatibel, sowohl zwischen den verschiedenen Ausführungen als auch Generationen. Diese Modularität eröffnet einem sehr viele Möglichkeiten, um das Gewehr an unterschiedliche Bedürfnisse oder Anforderungen anzupassen. Etwas was ich sonst bei ICS Airsoft sehr zu schätzen weiß.


Bei meinem Kauf habe ich mich für die Silverback SRS A1 in der Länge von 16 Zoll in klassischem Schwarz entschieden. Diese Version kostet bei Begadi 589 EUR (Stand März 2019).


Unboxing

Verpackung

Die Silverback SRS kommt in einem relativ kompakten Karton. Das Innere wirkt sehr aufgeräumt und durch eine Einlage befindet sich alles rutschsicher am richtigen Platz.

Für alle Modelle gibt es eine Standardverpackung und auf der Außenseite wird durch Ankreuzen vermerkt, um welche Ausführung es sich handelt.

Inhalt

Weit mehr als auf die Verpackung war ich auf den Inhalt gespannt. Die SRS kommt zerlegt, hier ein Überblick der Einzelteile:

Die Basis ist vormontiert und besteht aus Frame, Abzugseinheit und Handguard. Separat liegen der Zylinder mit dem Piston und Springuide sowie die Buttplate und ein Magazin bei. Ebenso der Außenlauf, bei dem die Hop-Up Unit inkl. Flat-Hop-Up Rubber und Innenlauf bereits vorinstalliert waren, da Begadi vor der Auslieferung einen Schusstest vorgenommen hat. Weil mir die Standardfeder (Federstärke M120) zu schwach ist, habe ich direkt eine stärkere Feder (M150) mitbestellt, die ebenfalls in der Verpackung lag.


Dann sind noch ein Dustcover und die Rails inkl. Schrauben für das Handguard dabei. Ein verlängerter Follower für das Magazin, Ersatz-O-Ringe und Schmiermittel. Zu guter Letzt bekommt man auch noch alle benötigten Werkzeuge, eine Anleitung auf Englisch und einen gestickten Patch von Silverback Airsoft.


Hier noch einige Detailaufnahmen vom Inhalt:

Erster Eindruck

Verarbeitung

Auf den ersten Blick wirkt die SRS Silverback sehr wertig. Es fängt bei der Aufgeräumtheit im Karton an und setzt sich über die sauber verarbeiteten Einzelteile fort.


Sämtliche Materialien sind sehr sauber verarbeitet und stabil. Besonders mag ich den Griff, der unglaublich gut in der Hand liegt. Da sind beim originalen Vorbild schon einige Gedanken eingeflossen und man profitiert nun auch als Airsoftspieler davon.

Gewicht

Was direkt auffällt ist das hohe Gewicht - ohne irgendwelche Anbauten wie ein Zielfernrohr bringt das gute Stück knapp 3,2 KG auf die Waage. Das steigert subjektiv die Wertigkeit, da es sich nicht wie ein Spielzeug anfühlt, aber kann auch an einem langen Spieltag ermüdend sein.

Handling

Mit einer Gesamtlänge von knapp 700mm ist die SRS in der 16" Version extrem führig. Durch das Bullpup Design kann sie sehr kurz gehalten werden und man hat trotzdem einen langen Lauf verbaut. Gerade wenn man die Rolle als Sniper etwas aktiver definiert, dann ist das ein großer Vorteil, da man sich mit einer kürzeren Waffe viel leichter bewegen kann.

Achtung: Das Zielfernrohr ist nicht im Lieferumfang enthalten.

Ausstattung: Externals

Materialien

Die SRS besteht aus einem Materialmix aus Kunststoff und verschiedenen Metallen.


Body

Der Body ist aus zwei Stücken Kunststoff gefertigt, die mittels Schrauben zusammengefügt werden. Dort wo die Kunststoffhälften aufeinander treffen gibt es einen ganz leichten Grat, der am meisten beim Griff auffällt, aber nicht stört.


Der Kunststoff selbst wirkt äußerst stabil und bietet trotz der Festigkeit eine gewisse Flexibilität. Das merkt am insbesondere, wenn man die Schrauben löst, die das Outer Barrel fixieren, dabei gibt der Body an dieser Stelle etwas nach.


Der Receiver oben ist aus Metall und oben drauf befindet sich eine 21mm Picatinny Schiene zum Anbringen eines Zielfernrohrs oder sonstigem Zubehör, wie eine Scopecam.

Die Schiene hat eine Gesamtlänge von 385mm.


Griff und Abzug

Wie schon gesagt liebe ich den Griff. Auf den ersten Blick wirkt er sehr massiv, aber fügt sich perfekt in die Hand ein.


Beim Abzug lassen sich die Postionen nach vorne und hinten sowie das Abzugsgewicht justieren. Ich habe bisher keine Veränderung gegenüber der Auslieferung vorgenommen, da die Einstellungen für mich passen.


Direkt über dem Abzug befindet sich die beidseitige Sicherung, die man einfach mittels schieben auf "Fire" oder "Safe" stellen kann.


Stock

Der Stock ist ein fester Teil des Bodies und wird um die Wangenauflage, Buttplate und einen Monopod ergänzt.


Die Wangenauflage lässt sich in der Höhe verstellen. Das wird insbesondere für Spieler ohne Gittermaske relevant sein, damit man sofort in die beste Position zum Durchschauen des Zielfernrohrs kommt.


Am Ende des Stocks befindet sich die Buttplate. Durch die Gummierung unterstützt sie den Halt des Gewehrs beim Anlegen. Da sich der Stock nicht in der Länge verstellen lässt, hat man die Möglichkeit die Buttplate mittels Spacer zu variieren. Es lässt sich jedoch nur ein Spacer rausnehmen, da der Springguide dort noch fixiert werden muss. Verlängern ist kein Problem, wer zusätzliche Spacer benötigt wird beim Zubehör fündig.

Unten im Stock ist ein Monopod verbaut, der insbesondere in Kombination mit einem Zweibein interessant wird. Er lässt sich einfach rausdrehen, um den Stand zu regulieren.


Handguard und Rails

Das Handguard wurde aus einem Stück CNC gefrästem Aluminium hergestellt. Es ist extrem gut verarbeitet und hat keine scharfen Kanten. Seitlich und unten lassen sich die drei mitgelieferten Rails mit Schrauben befestigen, um beispielsweise einen Foregrip oder Bipod anzubringen. Sie haben eine Länge von 70mm.


Anmerkung:

Es passt ein Schalldämpfer mit einem maximalen Durchmesser von 35mm in das Handguard. Aber Vorsicht beim Anbringen der Rails, da die Schrauben im Inneren etwas reinstehen. Je nach Schalldämpfer können sie dadurch mit dem Schalldämpfer in Berührung kommen und Kratzer verursachen. Um den Schalldämpfer im Inneren des Handguard zu versenken benötigt man ein kürzeres Outer Barrel (z.Bsp. Gspec) und einen Silencer Adapter.


Outer Barrel

Das Outer Barrel ragt ein Stück aus dem Handguard. Am Ende befindet sich ein Gewindeschoner, der sich abmontieren lässt, so dass man bei Bedarf einen Schalldämpfer an das 14mm CCW Gewinde anbringen kann.


Bolt

Am Bolt aus Stahl befindet sich direkt der Cylinderhead. Der Cylinder steckt entsprechend auf dem Cylinderhead und ein O-Ring sorgt für die Abdichtung.


Hier mit montiertem Cylinder und dem Springguide und Piston:


Der Bolt Knob ist eine Kugel aus schwarz glänzendem Material und wird einfach angeschraubt.


Um den Cylinder vor Schmutz zu schützen, befindet sich im Lieferumfang auch noch ein Dustcover - was ich persönlich jedes Mal vergesse zu montieren. Neben dem Schutz vor Schmutz schluckt es auch noch etwas die Lautstärke der Feder.


Magazine

Das mitgelieferte Magazin ist aus Stahl und es fasst 30 Schuss. Wenn ihr den mitgelieferten Follower verbaut, dann reduziert sich die Kapazität auf 26 BBs, aber dafür fallen beim Herausnehmen keine BBs mehr raus. Das Magazingewicht beträgt unbefüllt 200g.


Schwierig empfinde ich den Magazinwechsel, da er nur sehr schwergängig möglich ist. Gefühlt wird es mit jedem Wechsel etwas besser, aber zum Teil musste ich schon ordentlich am Magazin zerren um es raus zubekommen.


QD Sling Mount

Am Ende des Stocks befindet sich auf jeder Seite die Aufnahme für ein QD Sling Swivel.


Zusätzlich gibt es von SBA (Silverback Airsoft) bei Begadi einen Silverback SRS QD Attachment Point als Zubehörteil. Das kann man vorne am Handguard anbringen, um einen 2-Point-Sling zu nutzen.


Markings

Es gibt vergleichsweise wenig Markings gegenüber diversen anderen Airsoft-Modellen.


Auf der rechten Seite des Receivers befindet sich der eingravierte Schriftzug "DESERT TECH LLC, WEST VALLEY CITY, UT." und davor eine fortlaufende Seriennummer.


Auf der linken Seite befindet sich die Angabe "MULTI CALIBER" und US Patentnummer. Bei der Sicherung gibt es ein F für "Fire" und ein S für "Safe". Darüber befindet sich noch die Schraube zum lösen oder befestigen des Outer Barrels mit den Angaben "LOCK" und "UNLOCK".


Auf der Unterseite vor dem Abzug wurde der Importeur, das Kaliber, F im Fünfeck und die Modellbezeichnung aufgedruckt. Wegen mir hätte das etwas dezenter ausfallen können.


Ausstattung: Internals

Lauf

Durch die kompakte Bauweise hat die 16" Version bei einer Gesamtlänge von knapp 700mm ein vergleichsweise langes Inner Barrel mit 420mm aus Messing.


Das ist top, wenn man es mit den anderen Gewehren auf dem Markt vergleicht:

SRS 16": Gesamtlänge 700mm und Lauflänge 420mm

SSG 24: Gesamtlänge 1095mm - 1155mm und Lauflänge 475mm

VSR 10 GSpec: Gesamtlänge 950mm - 1135mm und Lauflänge 303mm

VSR 10 Pro: Gesamtlänge 1075mm und Lauflänge 430mm


Die Silverback SRS ist kompatibel zu allen gängigen AEG-Läufen und entsprechenden Buckings. Der verbaute Lauf hat einen Innendurchmesser von 6.05mm.


Cylinder und Piston

Die SRS hat eines der größten Cylindervolumen, so dass einem ordentlich Luft zur Verfügung steht, um die BB durch den Lauf zu jagen und auf Strecke zu bringen.


Gegenüber der letzten Generation ist der Piston um 14g schwerer geworden, was vor allem bei schwereren BBs von Vorteil ist und der Piston-Head wurde optimiert, so dass er die Lautstärke verringert.


Anmerkung:

Die Teile der SRS sind zum Großteil abwärtskompatibel, aber für den neuen Piston muss ggf. der Cylinder getauscht werden.


Feder

Die mitgelieferte Feder ist eine M120, damit es bei der weltweiten Auslieferung hinsichtlich Limits zu keinen Problemen kommt (Beispiel Frankreich: 2 Joule).


Neben den normalen Federn von SRS sind alle 13mm APS Federn kompatibel (APS-2, APS-T96, APS-SR2 und M24).


Bei der SRS lässt sich die Feder in Sekunden wechseln. Einfach die Buttplate abnehmen und schon kann man sie austauschen. Im Vergleich zu anderen Gewehren spart man sich dabei viel Zeit.


Performance

Ich war sehr auf die Performance in freier Wildbahn gespannt und habe einen Spieltag im Airsoftpark Tirol zum Testen genutzt.

Verbaut hatte ich dafür bereits die Fast Hop-Up Unit, eine M150 Feder, den SBA FlatHop Gummi 80° und nutzte 45er Geoffs. Am Anfang hatte ich einen starken Overhop, aber nach dem Einstellen hatte die BBs eine sehr schöne und lange Flugbahn. Das Gewehr lässt sich mit der M150 Feder noch sehr gut spannen. Mit eingestellten Hop-Up war ich gerade so am Feldlimit von 2,7-2,8 Joule.

Für mich war es erstmal eine große Umgewöhnung, dass ich die BBs nicht einfach raushauen konnte. Umso triumphierender war aber das Gefühl jemanden mit einem sauberen Schuss aus dem Spiel zu nehmen.


Es hat auch etwas gedauert, bis ich die richtige Position zum Anvisieren fand. Wer mit Maske spielt, sollte auf jeden Fall eine leichte Erhöhung für das Zielfernrohr nutzen.


Für zukünftige Spiele werde ich noch den verlängerten Magazinfollower einbauen. Es schmerzt sonst sehr, wenn sich bei jedem Herausnehmen des Magazins 4 BBs verabschieden, da sie nicht gerade billig sind (#sparfuchs).


Trotz des überarbeiteten Piston-Heads empfand ich die Lautstärke als relativ hoch. Mit eingesetzten Dustcover ging sie etwas runter, aber trotzdem besteht dort Spielraum zur Optimierung. Es gibt zahlreiche Mods vom Ausstopfen des Stocks mit Schaumstoff bis hin zum Unterlegen des Springguides. Bis zum nächsten Spiel werde ich sicherlich versuchen davon noch etwas umzusetzen.


Zu Hause habe ich die SRS noch mit unterschiedlichen Federn gechront. Dafür habe ich den Standardlauf mit 420mm, die Fast Hop-Up-Unit, einen SBA FlatHop Gummi 80° und 45er Geoffs verwendet. Alle Federn sind von SBA und das Hop-Up war komplett offen.

Bedeutet, dass im Spiel sicherlich noch etwas Leistung verloren geht, wenn man das Hop-Up reindreht.

Fast Hop-Up Unit (auf "0") // SBA FlatHop 80° // 420mm Standardlauf // BBs 0,45g Geoffs

Erstaunt hat mich der geringe Unterschied zwischen der M150 und M160. Beide Federn bewegen sich bei mir in einem Leistungskorridor. Zudem schwankt die Leistung relativ stark, man muss aber bedenken, dass der FlatHop ganz frisch war und ich auch nichts weiter abgedichtet habe. Mit ein paar Optimierungen lässt sich da sicherlich mehr Konstanz herstellen.


Empfehlungen

Die Waffe funktioniert ab Werk sehr gut. Einige einfache Anpassungen würde ich aber direkt vornehmen, da sie ohne große Mühe und Kosten noch etwas mehr Leistung herauskitzeln oder einem das Leben einfacher machen.


Feder

Zunächst würde ich direkt die Feder wechseln. Ich habe bei mir von Begadi eine M150 verbauen/mitliefern lassen, um in einen anderen Leistungsbereich zu kommen. Legt euch ggf. unterschiedliche Federn zu, damit ihr je nach Spielfeld und Joulelimit flexibel seid. Die SRS verträgt problemlos stärkere Federn, so dass ihr euch keine Sorgen um die Haltbarkeit machen müsst.


Fast Hop-Up Unit

Ich würde auf jeden Fall auf die Fast Hop-Up Unit wechseln, die es im Set mit einem Flat Hop gibt (60° - empfohlen bis 1.8 Joule). Wenn die Unit verfügbar ist, dann bestellt sie direkt mit der SRS, da das gute Stück gerne mal ausverkauft ist. Begadi bietet auch direkt einen Einbauservice an.


Mit der Unit könnt ihr euer Hop-Up viel einfacher einstellen, als mit der Standard Unit. Die Unit ab Werk bietet mit den zwei Einstellschrauben ein sehr gutes Fine-tuning, was sich aber auch mal gerne verstellt und je nach Kugelgewicht immer wieder mühsam angepasst werden muss. Mit der Fast HopUp Unit habt ihr ein einfaches Einstellrad und könnt darüber euer Hop-Up schnell einstellen.


HopUp Gummi

Direkt von Silverback gibt es ein weiteres Set mit verschiedenen HopUp Gummis in unterschiedlichen Härten mit passendem Tensioner:

  • FlatHop Gummi 50° Blau - empfohlen bis 1,2 Joule

  • FlatHop Gummi 60° Grün - empfohlen bis 1,8 Joule (0,40g BBs)

  • FlatHop Gummi 70° Gelb - empfohlen bis 2,5 Joule (0,40g BBs)

  • FlatHop Gummi 80° Rot - empfohlen bis 3,5 Joule (0,40g BBs)

  • 4x passender Tensioner (nur mit FAST HopUp Unit: SBA-HOP-15)

Die SRS ist mit allen AEG Gummis kompatibel, somit sind auch Kombinationen mit RHops möglich.


Bolt Knob

Es gibt einige Alternativen zum kugelförmigen Bolt Knob. Ich habe den Operator Bolt Knob getestet und damit fällt mir das Spannen viel leichter und er sitzt auch fester.

Zubehör: Operator Bolt Knob

Foregrip

Es ist eine Frage der eigenen Vorliebe, aber ich finde das Spannen der Feder mit einem Foregrip deutlich besser und auch sonst liegt mir damit das Gewehr besser in der Hand.

Achtung: Hier wurden bereits optische Veränderungen vorgenommen, wie der Schalldämpfer oder das Zielfernrohr.

BBs

Spart nicht an der Qualität der Kugeln und verwendet welche mit einem hohen Gewicht. Persönlich nutze ich bei meinem Setup keine BBs unter 0,43g und kann Geoffs empfehlen. Die BBs von Geoffs sind aus Kunststoff ("Super Precision") und in der PLA-Bio-Variante ("Super Natural") erhältlich. Checkt die Regeln des Spielfelds oder nutzt der Umwelt zu Liebe gleich die Bio-Variante.


Zubehör

Magazintasche

Von Silverback direkt gibt es Pouches, bei denen zwei Magazine perfekt passen. Sie sind bei Begadi in Olive und Coyote erhältlich. Die Tasche wird über Klett geschlossen, was ich aufgrund der Lautstärke beim Öffnen nie so gerne mag, aber dafür sind sie so äußerst langlebig. Am Anfang sitzen die Magazine sehr fest. Ich habe meine etwas gedehnt, indem ich zwischen die Magazine noch 1-2 Patches während der Lagerung gesteckt habe.


Magazine

Ersatzmagazine gibt es in Schwarz und Tan.


Recht neu auf dem Markt sind die Magazine aus Aluminium, die knapp die Hälfte wiegen (200g vs 105g).


Meine Anpassungen

Wie ihr auf manchen Bildern schon sehen könnt, habe ich bei mir bereits einige optische Anpassungen vorgenommen. Ich nutze das GSpec Outer Barrel mit einem Silencer Adapter und habe daran im Inneren des Handguards einen Schalldämpfer mit 35mm Durchmesser montiert. Am Handguard selbst habe ich einen gewinkelten Foregrip befestigt und das Zielfernrohr ist von Vector Optics. Der normale Bolt Knob wurde gegen den Operator Bolt Knob ausgetauscht. Wahrscheinlich werde ich als Nächstes noch den Monopod ausbauen, um etwas Gewicht zu reduzieren und mir ggf. einen schöneren Foregrip zulegen.


Bei den Internals bleibe ich auf jeden Fall bei der Fast Hop-Up Unit und werde die verschiedenen Flat-Hop Up Gummis von SBA weiter testen.

Achtung: Hier wurden optische Veränderungen gegenüber dem Auslieferungszustand vorgenommen.

Fazit

Mein Fazit zur SRS Silverback fällt sehr positiv aus:

Die Qualität und Haptik finde ich sehr gut. Man hat durch das hohe Gewicht zwar ordentlich was zum Tragen, aber dadurch fühlt sich das Gewehr in keinster Weise wie ein Spielzeug an.


Durch die kompakte Bauweise bekommt man ein sehr führiges Gewehr, so dass man als aktiver Spieler viel Bewegungsfreiheit hat.


Entscheidend ist natürlich die Performance und die ist bei der SRS einfach super. Man muss ein paar kleine Anpassungen vornehmen, wie der Wechsel der Feder und der Hop-Up Unit plus Gummi und dann schießt sie einfach richtig gut. Durch das hohe Cylindervolumen hat man genug Luft für schwere Kugeln und eine dementsprechend konstante und lange Flugbahn. Durch die gute Verarbeitung verträgt sie locker stärkere Federn, die sich jederzeit gut spannen lassen.


Wie Eingangs erwähnt begrüße ich sehr die Kompatibilität zwischen allen Modellen, egal welcher Generation. Alle neuen und alten Teile können untereinander getauscht werden.

Hier leistet Silverback wirklich tolle Arbeit und sie haben stets ein offenes Ohr und gehen auf Optimierungsvorschläge von Spielern ein, um das Produkt stetig weiterzuentwickeln.


Ein paar Kritikpunkte habe ich aber trotzdem noch:

Etwas nervig finde ich die Stock Hop-Up Unit mit den Einstellschrauben. Das mag zwar ein tolles Fine-tuning ermöglichen, aber ist einfach nur nervig, wenn man alle paar Schuss nachstellen muss. Durch die Fast Hop-Up Unit ist dieses Problem schnell gelöst, jedoch muss man dafür noch einmal ein paar zusätzliche Euros in die Hand nehmen.


Mühsam ist auch der Magazinwechsel, da sie super stramm sitzen. Ich werde noch versuchen, die Schrauben rund um das Magazin etwas zu lockern und ansonsten hoffe ich, dass das mit der Zeit etwas flüssiger läuft.


Das hohe Gewicht trägt zwar zu einem realistischerem Gefühl bei, aber mit Zielfernrohr komme ich auf knapp 4kg und das wird an einem Spieltag einfach irgendwann anstrengend. Auf der IWA konnte ich bei SRS die unterschiedlichen Outer Barrels vergleichen und kann nur empfehlen das Carbon Barrel genauer anzuschauen und über den Ausbau des Monopods nachzudenken, wenn man Gewicht einsparen möchte. Eine Abdeckung für den Monopod gibt es als Ersatztteil, das eigentlich für die Sport Line vorgesehen ist.


Verwundert war ich etwas über die geringen Unterschiede zwischen der M150 und M160. Ich bin gespannt, ob sich das mit der Zeit noch stärker unterscheiden wird, wenn mehr Schüsse durchgegangen sind.


Die positiven und entscheidenden Aspekte überwiegen deutlich und deswegen kann ich die SRS jedem ans Herz legen, der als Sniper die Spielfelder unsicher machen möchte.

Hier die Vor- und Nachteile in der Zusammenfassung:

+ Design

+ Hohe Verarbeitungsqualität (alle wesentlich Teile sind aus Stahl und Alu CNC gefräst)

+ Gesamtlänge vs Lauflänge

+ Performance (Cylindervolumen)

+ Out-of-the-box Haltbarkeit

+ Federspannung einfach

+ Support von SBA

+ Sehr schneller Federwechsel

- Stock Hop-Up Unit und Ausrichtung Hop-Up

- Einlegen Magazin

- Hohes Gewicht


Wenn ihr euch für den Kauf der SRS entscheidend, dann werdet ihr es nicht bereuen und ich wünsche euch viel Spaß! Man sieht sich auf dem Spielfeld!


Links

Direktlink zur Silverback SRS 16" bei Begadi

Direktlink zur Silverback SRS Fast HopUp Unit bei Begadi

Zubehör zur Silverback SRS bei Begadi

Geoff BBs bei Begadi

Herstellerseite von Silverback Airsoft


© 2019 by BB.Kenokroo. Personal website of BB.Kenokroo - German ICS Captain 2019.

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